Ingenieurbüro für Holztechnik Dipl.-Ing. (FH) Guido Eichbaum
Ingenieurbüro für Holztechnik Dipl.-Ing. (FH) Guido Eichbaum

Dächer

Dachformen - Mansarddächer

 

Mansardgiebeldach 

Das Mansarddach, auch als Mansardendach oder gebrochenes Dach bezeichnet,  kann als Giebel- oder mit abgewalmten Giebelflächen als Walmdach ausgeführt werden. Bei beiden Varianten ist eine grundlegende Charakteristika vorhanden – die Dachflächen einer Gebäudeseite bestehen eigentlich aus zwei unterschiedlich geneigten Dachflächen – im unteren Bereich das steile Unterdach, im oberen Bereich das flachere Oberdach. Sichtbar wird dieses durch den typischen Knick in der Dachfläche - der Mansardlinie. Sinn dieser Ausführung ist die mögliche erweiterte Nutzung des Dachraumes z.B. mit zusätzlicher Wohnraum – die sogenannte Mansarde.

Mansardgiebeldach: o.l. schematische Darstellung - o.r. Wohnhaus (Mühlhausen/Thüringen) - u.l. Wohnhaus (Eberswalde/Brandenburg) - u.r. Wohnhaus (Eberswalde /Brandenburg)

Mansardwalmdach

Das Mansardwalmdach ist neben dem Mansardgiebeldach die zweite typische Dachform eines gebrochenen Daches. Nur werden hier zusätzlich zu den Traufseiten auch die Giebelseiten mit geneigten Dachflächen versehen. Die entstehenden Dachflächen – im oberen Teil ein Dreieck, im unteren Teil ein Trapez – werden als Walme bezeichnet. Sie zusammen ersetzen den Giebel des Gebäudes. Alle oberen Dachflächen enden im Firstbereich – die Dachflächen der Traufseite an der Firstkante, die Dreieckswalme an den Anfallspunkten. Auch bei den Mansarddächern mit Walmen sind Variationen mit rudimentärer Walmausbildung –als Schopf oder Fuß zu finden.

Mansardwalmdach: o.l. schematische Darstellung - o.r. Verwaltungsgebäude (Berlin)

Mansardzeltdach 

Das Mansardzeltdach ähnelt dem Mansardwalmdach. Alle Dachseiten werden mit geneigten Dachflächen versehen. Die entstehenden Dachflächen – im oberen Teil ein Dreieck, im unteren Teil ein Trapez – werden als Walme bezeichnet. Sie zusammen ersetzen die Giebel des meist quadratischen Gebäudes. Alle oberen Dachflächen enden in einem gemeinsamen Firstpunkt – d.h. das Mansardzeltdach besitzt keine Firstkante. Einsatz finden solche Dächer im Wohnungsbau oder aus repräsentativen Gebäuden. Häufig sind dann zusätzliche Aufbauten wie z.B. Türme mit Hauben- oder Helmdächern zu finden.

Mansardzeltdach: o.l. schematische Darstellung - - o.r. Fachwerkhaus (Biesenthal/Brandenburg) - u.l. Turm (Bernau/Brandenburg)

 

Mansarddach mit Schopf bzw. Krüppelwalm - Krüppelmansarddach

Das Mansarddach mit Schopf bzw. Krüppelwalm ist eine optimale Kombination bzgl. der Dachfunktion und dessen Nutzung aus einem reinem Mansard- und einem Walmdach. Der Unterschied liegt in der Ausführung der Walme und der Giebel. Die Traufen der Walmdachfläche liegen in der Höhe zur Traufe des Hauptdaches nach oben versetzt. Demnach ist nicht der gesamte Giebel, sondern nur dessen Spitze – im Bereich des flachen Oberdaches – abgewalmt, wodurch ein großer Teil des Giebels – als trapezförmiger Restgiebel – erhalten bleibt. 

Mansarddach mit Schopf: o.l. schematische Darstellung - o.r. Wohnhaus (Eberswalde/Brandenburg) - u.l. Wohnhaus mit gebogenem Krüppelwalm (Biesenthal/Brandenburg) - u.r. Wohnhaus (Biesenthal/Brandenburg)

 

Mansarddach mit Fußwalm 

Das Mansarddach bietet mehrere Variationen der Dachgestaltung – so findet man neben der rudimentären Walmausbildung vom First (Krüppelmansarddach) auch eine Ausführung des Walmes von der Traufe her – im Bereich des steilen Unterdaches. Dabei liegt dann die Traufe auf allen Seiten des Gebäudes – Trauf- und Giebelseite – auf gleicher Höhe. Bei diesem Dach führt dann der Walm nicht bis zum First, sondern endet deutlich unter diesem, sodass sich ein Restgiebel ergibt.

 

Mansarddach mit Fußwalm: o.l. schematische Darstellung - o.r. Mansarddach mit zwei Fußwalmen (Eberswalde/Brandenburg) – u.l. Wohnhaus mit zusätzlichem Krüppelwalm (Melchow/Brandenburg)

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Tel.: +49 (0) 176 / 55 6262 53

E-Mail: info@holztechnik-service.de

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